Triathlon-Cup Rhein-Neckar 2017

Triathlon-Cup Rhein-Neckar 2017 oder Auf ein RömerMan folgt ein HeidelbergMan

Nach einer längeren Rennpause standen für mich mit dem RömerMan in Ladenburg und dem HeidelbergMan in – wer hätte es gedacht – Heidelberg, zwei prestigeträchtige Rennen über die Kurzdistanz auf dem Programm. Wie es mir bei den Rennen des TCRN ergangen ist, könnt ihr hier lesen.

Mit viel Motivation aus meinem Vorjahressieg und Zuversicht aus den vielen Trainingseinheiten nach dem 70.3 Kraichgau freute ich mich sehr auf den RömerMan. Umgeben von vielen bekannten Gesichtern, ging es mit dem Schiff Neckar aufwärts zum Start. Dort im Wasser angekommen, musste ich bis zum Startschuss gegen die Strömung kämpfen, dafür war ich mir aber sicher, dass mich der Neckar auch ohne viel Zutun zum Schimmaussstieg bringen würde. Das sollte aber nicht der Plan sein, denn mit Hannah Philipp, Jenny Schulz, Leonie Poetsch und Kathi Wolff hatte ich namhafte Konkurrenz.

Mit 1:40 min Rückstand im Gepäck machte ich mich nach dem Schwimmausstieg auf den langen Weg in die Wechselzone. Dort fand ich sofort meinen schwarzen Rennboliden wieder, der bereits von der Sonne vorgeheizt und somit ohne Warmfahren startklar war. Im ersten langen Anstieg übernahmen wir die Führung. Rad und Athletin harmonierten an diesem Tag bestens, sodass wir mit rund drei Minuten Vorsprung das Stadion erreichten.

Auf der flachen Laufstrecke kam ich schnell vorwärts und hatte noch auf der Schleife im Park ein sehr gutes Gefühl, bis ich eine heranstürmende Jenny Schulz erkannte. Oh je, dachte ich mir, das kann ja noch heiter werden. Die Gedanken fokussiert und einen Fuß vor den anderen gesetzt, nichts anderes habe ich bis ins Ziel getan.

Mein zweiter Sieg bei meiner zweiten Teilnahme bereitete mir an diesem Tag große Freude.

Nicht ohne Grund war ich eine Woche später zum fünften Mal in Folge beim Heidelbergman. Wo sonst geht es so schnell rauf und so schnell runter. Wo sonst kann man von der Strömung des Neckars besser profitieren als in diesem Jahr in Heidelberg. Nur blöd, wenn man sich am Start genau dort aufstellt, wo es am wenigsten Strömung gibt. So fand ich mich nach knapp 500 m inmitten von Brustschwimmern wieder. Das war fatal; vor allem bei dem Gedanken, dass Anne Haug den Neckar vor dem Start bestimmt besser gelesen hatte als ich.

Egal, es war an diesem Tag nicht mein Plan vor Anne Haug das Ziel zu erreichen, aber sie sollte dort nicht lange auf mich warten müssen. Wie bereits in Ladenburg: mein Bergfloh war warm und ich heiß sofort „Schadensbegrenzung“ zu betreiben. Nach kurzer Info bei der eingeholten Leonie Poetsch gings zur Sache: Königsstuhl rauf und wieder runter und weil es so schön war gleich nochmal. Auf dem Rad habe ich zur Verwunderung aller Beteiligten viele bekannte männliche Athleten getroffen, nur nicht Anne, die hatte wohl auch ihr Vergnügen. Bei Ankunft in der Wechselzone hatte ich meinen Schwimmrückstand von 2:40 min auf 1:20 min verkürzt und war mir in diesem Moment sicher, auch wenn ich Anne nicht mehr näher kommen würde, den Hattrick beim TCRN würde mir heute niemand mehr streitig machen.

Meine Beine waren beim Loslaufen immer noch in einer top Verfassung. Daher habe ich auf dem Philosophenweg nicht locker gelassen, denn Anne sollte ja nicht lange auf mich warten müssen. Am Ende hat sie dreieinhalb Minuten auf mich gewartet. Das, finde ich, geht in Ordnung.

Meinen dritten Sieg in Folge beim TRNC habe ich an diesem Tag perfekt gemacht. In diesem Jahr hat es mir aber besonders viel Freude bereitet – selten habe ich so viele Zurufe vom Streckenrand erhalten. Dafür allen Helfern, Zuschauern und Fans ein herzliches Dankeschön!

Fotos: Marcel Hilger, PIX-Sportfotos

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