Mein erstes Podium bei einem 70.3

Wahnsinnig glücklich und überwältigt war ich im Ziel. Zugleich total bedient.

Auch wenn das Starterfeld der Frauen am Sonntag morgen klein war, habe ich mich nicht von meiner geplanten Renneinteilung abbringen lassen: schneller und härter los zu schwimmen als sonst, denn nur so wird es möglich im Kampf um das Podium mitzumischen. Es gelang mir, aber die ersten 300 m im Wasser waren wirklich hart. Aber jammern im Wasser bringt nichts und so kam es, dass dann entweder das Tempo allgemein entspannter wurde oder meine Arme richtig warm waren. Egal wie, ich schaffte es als Dritte zusammen mit Yvonne und Laura aus dem Wasser zu steigen. Hinter Yvonne stieg ich aufs Rad und wusste, dass ich dieses Hinterrad nicht aus den Augen verlieren darf. Während Laura uns zeigen würde, wer derzeit das Maß auf der Rad- und Laufstrecke ist, so war es dann auch.

Nach 90 km und einigen Hügeln erreichte ich 30 Sekunden hinter Yvonne die zweite Wechselzone. Dort angekommen wäre mir eine weitere Radrunde mit Fahrtwind lieber gewesen als 21 km zu Fuß unter der stechenden Sonne. Bei dieser Hitze kamen mir die Erinnerungen von Hawaii 2010 wieder hoch – herrlich.

Nur 30 Sekunden Rückstand sind eigentlich nicht viel, aber vor mir lief einfach eine andere Liga und so konnte ich die Lücke nicht schließen ohne zu schnell anzulaufen. Wieviel Puffer ich auf Platz vier habe wurde mir bei km 3 durchgegeben: über 5 min auf Jenny. Das ist nicht ohne, aber auf Mallorca hat sie mir auf der gleichen Streckenlänge 4 min abgenommen. Entspannt war es darum nicht, heiß, in zweierlei Hinsicht, schon eher.

Nach der Hälfte der Laufstrecke war zwar mein Rückstand gewachsen aber auch mein Vorsprung auf Platz vier. Und damit wuchs auch die Zuversicht, dass mich meine Radbegleitung bis ins Ziel bringt.

Was für ein Moment. Wie vor einem Jahr bei der Challenge Heilbronn belegte ich hier beim 70.3 Kraichgau bei einer großen Mitteldistanz den dritten Platz. Ich bin wahnsinnig glücklich, von der Hitze erschlagen und von der Sonne verbrannt.

Gratulation an die verdiente Siegerin Laura und an Yvonne. Es war lehrreich mich an einer großen und sympathischen Athletin wie Yvonne orientieren zu können.

Jetzt kümmere ich mich erst um meinen Sonnenbrand bevor ein längerer Trainingsblock folgt. Nächster Stopp ist der Römerman in Ladenburg und der Heidelbergman.

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