Duathlon und Podium zum Saisonabschluss

Noch nicht ganz erholt dafür beflügelt von der Challenge Paguera reiste ich mit einem kurzen Zwischenstopp zu Hause nach Sardinien. Noch von bestem Sommerwetter empfangen wurde das Meer bis zum Renntag immer wilder, sodass schlussendlich weder an gemütliches Baden noch an Schwimmen zu denken war. So war es früh morgens am Renntag keine Überraschung, dass der Triathlon zum Duathlon werden sollte.

Im Frauenfeld wurde beim 5 km Auftaktlauf ein recht hohes Tempo angeschlagen, bei dem ich mir zwar sicher war, dass sich damit nicht alle einen Gefallen taten aber mir auch nicht sicher war wie mir dieses im weiteren Rennen gefallen würde. Also entschied ich mich für den Mut zur Lücke, wählte ein nachhaltiges Tempo und holte MR.T2 mit einer halben Minute Rückstand in der Wechselzone auf den Boden der Tatsachen. Wir beide starteten eine kontrollierte Aufholjagd durch das Feld, das sich rasch auseinander gezogen hatte, und die nach dem äußersten Wendepunkt, bei etwa der Hälfte der Runde, endete nachdem sich die „Führungsgruppe“ gebildet hatte. Während ich in Paguera meine Runden in trauter Zweisamkeit mit MR.T2 drehte, lernte ich ab jetzt die Schattenseiten einer „Gruppe“ kennen, denn eine solche ist es auch dann, wenn der vorgeschriebene Abstand richtig eingehalten wird, und in der manche Athleten ihr wahres Gesicht zeigen.

Katrien hatte von uns allen an diesem Tag die besten Beine und zeigte das auch, sodass Laura und ich ein paarmal gefordert waren sie nicht aus den Augen zu verlieren, während sich die beiden anderen Damen im Hintergrund hielten. Also gab es auf der Radstrecke, deren Schönheit ich an diesem Tag nicht genießen konnte, sehr wohl aber deren Abwechslung, keine Vorentscheidung und wir erreichten zu fünft die zweite Wechselzone. Wer 90 km hinterherfährt, der hat viel Kraft für den Halbmarathon gespart, denn auch ohne Windschatten und mit dem vorgeschriebenen Abstand radelt es sich „hinten“ leichter. So auch die Siegerin an diesem Tag.

Ich merkte bald, nachdem ich die zweite Wechselzone hinter mir gelassen hatte, dass ich nicht die Laufbeine von Paguera hatte. Vielleicht hatte ich mich davon noch nicht ganz erholt, vielleicht hatte ich zu viel Energie auf der Radstrecke gelassen. Wie auch immer, schlecht waren sie trotzdem nicht und mit der drittschnellsten Laufzeit habe ich das dritte Challenge-Podium in Folge erstürmt. Katrien hat bei diesem Rennen ihren 2. Platz mehr als verdient.

Meine diesjährige Saison hat ungewollt spät begonnen, doch ich würde eine erfolgreiche Saison nicht über deren Länge definieren. Entgegen meiner eigenen Vorstellungskraft noch im Juni hätte meine Saison seit August nicht besser laufen können. Mein #comebackstronger war erfolgreich und motiviert mich zusammen mit meinen letzten Rennen außerordentlich fürs nächste Jahr.

Herzlichen Dank euch allen, die mich unterstützen und ihren Teil zu meinen Erfolgen beitragen!

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