Challenge Walchsee

Für meinen Saisonabschluss packte ich am vergangenen Freitag morgen meine sieben Sachen und fuhr in den malerischen Ort Walchsee in Tirol, um dort am Sonntag bei der Challenge in der offenen Wertung an den Start zu gehen.

Beeindruckt von der Kulisse und dem schönen Wetter freute ich mit der Ankunft sehr auf das Rennen. Mein Ziel war es nochmals eine schnelle Mitteldistanz ins Ziel zu bringen und vor allem auf dem abschließenden Lauf, den Streckenbedingungen entsprechend, eine schnelle Zeit zu rennen.

Nachdem ab neun Uhr am Morgen die Eliteathleten und die Agegroupathleten zur ETU Europameisterschaft ins Wasser gingen hatte ich noch eine Stunde Zeit, um mich auf mein Rennen zu konzentrieren. Wie bei den Agegroupathleten der EM wurde das Rennen in der offenen Wertung mit einem Rollingstart ausgetragen. In der ersten Reihe stehend kam ich mir mit meiner sonst üblichen Schwimmzeit von rund 27 Minuten über 1,9 km etwas komisch vor, jedoch ging ich so bewusst jeglichen Positionskämpfen auf den ersten Metern aus dem Weg.

Nach knapp 27 Minuten stieg ich sehr weit vorne aus dem Wasser und wusste, dass meine Startposition die richtige gewesen war. Gewohnt schnell war ich mit meinem Rad auf der Straße. Auf den 90 mehr welligen als bergigen Kilometern absolvierte ich nahezu ein einsames Rennen. Es war nicht so, dass keine weiteren Athleten auf der Strecke waren, was ich damit sagen will ist, dass ich keinerlei Orientierung hinsichtlich meiner Position hatte. Entweder überholte ich die überwiegend ältere Agegroupathleten der EM oder mich überholten in der ersten von zwei Runden die Eliteherren, denen ich nicht folgen wollte und zugegebenermaßen auch nicht folgen konnte. Ein Tacho hätte mir auch nicht weiter geholfen, sollte es hier jemand an dieser Stelle denken.

In der zweiten Wechselzone angekommen freute ich mich auf die vier schönen und kurzweiligen Laufrunden um den Walchsee. Nach 4 Stunden und 32 Minuten, mit einer abschließenden Laufzeit von 1 Stunde und 32 Minuten, erreichte ich den Zielbogen. Wie ich platziert war, wusste ich nicht, dass ich aber zufrieden und glücklich war und ich mich während des gesamten Rennens gut gefühlt hatte, schon.

Erst kurz nach 18 Uhr kannte ich meine Platzierung und war über das Ergebnis positiv überrascht. Ich belegte im Damenfeld, inklusive aller Elitedamen und Agegroupathletinnen die zur Europameisterschaft an den Walchsee gekommen waren, den achten Gesamtplatz von 403 Athletinnen. Die Siebtplatzierte hat ebenfalls keine Profilizenz und war lediglich drei Sekunden schneller als ich. Im gesamten Rennen sind wir uns nie begegnet. Was hätte, wäre, wenn wir gemeinsam auf der Strecke gewesen oder in den Zielkanal eingelaufen wären… Des Weiteren war am Sonntag keine Athletin meiner Altersklasse schneller als ich. Warum ich nicht bei den Europameisterschaften gestartet bin und somit nicht den Titel geholt habe, ist ein anderes Thema.

Meine Triathlonsaison habe ich mit diesem Rennen beendet. Zufrieden blicke ich auf elf Triathlons im Jahr 2016 zurück. Was kommt nächstes Jahr? …man wird sehen 🙂

Weil ich mich auf meinen Rädern so wohl fühle, fahre ich am kommenden Sonntag den Schwarzwald Bike Marathon in Furtwangen. Damit sich der „Aufwand“ auch lohnt und man möglichst viel „Spaß“ hat, natürlich die Langstrecke mit 120 km und rund 3000 Höhenmeter.

1 comment

  1. Constanze

    Liebe Lena,

    ich verfolge fleißig deine „News“ und freue mich für deine Erfolge!
    Ich verneige mich vor deiner Leistung und zolle dir meinen größten Respekt!

    Weiterhin mega viel Spaß aber vor allem: bleib GESUND

    Constanze

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.