2. Platz Challenge Paguera-Mallorca

Nach meinen letzten Rennen erlaube ich mir zu sagen, dass ich mir mit der Challenge Paguera mal wieder ein “normales” Rennen über die Mitteldistanz ausgesucht habe. Normal weil ich an dem Tag vor dem Rennen mein MR.T2 und nicht meinen Bergfloh in die Wechselzone hängte. Ja da hing er, zwischen freien und unbelegten Plätzen kurz vor Check-In Ende und wie immer fern von jeglichem Bodenkontakt.

Am Start war es einmal mehr ein kleines Starterfeld, da rund die Hälfte der gemeldeten Elitedamen mit ihrer Abwesenheit glänzten. Das störte mich aber insofern wenig, da die, mit denen ich mich auf ein hartes Rennen freute, links und rechts neben mir ohne Neoprenanzug ebenso zitterten wie ich.

Im warmen Meer war ich die ersten hundert Meter nach dem Start nicht hundert Prozent bei der Sache und so führte ich ein paar hundert Meter später die Verfolgergruppe an. Als sechste habe ich das Wasser verlassen und bereits ein paar Minuten Rückstand kassiert.

Auf dem Rad war bis zum ersten Wendepunkt und höchsten Punkt der Strecke bei rund Kilometer 15 alles prima nur dann schaffte es Lucy die langsamer abfahrende Athletin vor uns zu überholen. Meine Möglichkeit auf der kurvigen Passage kam erst viel später, sodass ich das beste Hinterrad im Frauenfeld an diesem Tag nicht mehr zu sehen bekam. Ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten immer fair zu fahren, aber so wie ich auf den restlichen über 70 km radelte war vorbildlich einsam.

Als Vierte erreichte ich die zweite Wechselzone und schlüpfte in Socken und Laufschuhe. In den vergangenen Wettkämpfen und Trainings habe ich hinsichtlich meiner Laufform viel Selbstvertrauen gewonnen. Mit leichten Beinen schob ich mich bereits in der ersten von vier Runden auf Platz zwei nach vorne. Mein Rückstand auf Lucy schmolz in der zweiten Runde auf 2:40 Minuten. Doch dann beschwerten sich die Beine wegen der schnellen Aufholjagd zu Beginn und ich kam nicht mehr näher. Dank der fünf Wendepunkte auf der gut 5 km langen Laufrunde, die mir als Athlet einen guten Überblick über das Renngeschehen ermöglichen, kam mir in meiner dritten Runde plötzlich eine sehr locker und schnell laufende Katrien entgegen. Etwas erschrocken war mir damit klar, dass die letzte Runde kein Genusslauf werden würde, doch dass ich dann auch meine Position halten können würde. So wuchs bis ins Ziel mein Rückstand und mein Vorsprung wieder an, aber die Platzierung änderte sich nicht mehr. Man könnte auch sagen, dass alle bis auf Lucy gegen Ende des Rennens ziemlich bedient waren.

Meinen großen Glückwunsch an die verdiente Siegerin Lucy Gossage und an Katrien Verstuyft!

Bereits am Sonntag früh verabschiedete ich mich im Morgengrauen von Mallorca. Mein Kurztrip war lehrreich und hat sich vor allem gelohnt. Danke allen, die mir die Daumen gedrückt und die mich am Streckenrand unterstützt haben!

Schon in zwei Tagen packe ich meinen Koffer wieder, denn ab Donnerstag beginnen auf Sardinien die letzten Vorbereitungen für mein letztes Rennen in dieser Saison…

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